Nachhaltigkeitsfonds

Wer in einen offenen Investmentfonds investiert, schließt sich quasi mit mehreren Anlegern zusammen, um ein Vermögen entstehen zu lassen, welches von den  Fondsmanagern wiederum in unterschiedliche Werte investiert werden kann. Fondsmanager investieren dabei in aller Regel in mehrere unterschiedliche Werte, um das Risiko dieser Geldanlage zu senken. Nicht gesagt ist hiermit allerdings, in welche Werte sie investieren. Aus diesem Grund ist es natürlich auch möglich, die Werte für einen Fonds so auszuwählen, dass der ökologischen, ethischen und sozialen Nachhaltigkeit neben finanzmarkttechnischen und ökonomischen Erwägungen eine besondere Bedeutung zu kommen kann. Liegt eine solche Auswahl vor, spricht man häufig auch von Nachhaltigkeitsfonds. Auf dem Markt der Finanzprodukte stößt man mittlerweile immer häufiger auf solche Investmentfonds.

Anlagekriterien und Transparenz

Um eine passende Auswahl treffen zu können, müssen Fondsmanager spezifische Anlagekriterien entwickeln. Sie können dabei definieren, in welche Bereiche sie in keinem Fall investieren möchten, welche Bereiche besonders gewürdigt werden sollen und vieles mehr. Als Anleger kann man von dieser Auswahlarbeit profitieren – schließlich muss man sich nicht selbst an die Entwicklung spezifischer Anlagekriterien machen und anhand dieser Werte auswählen. Hier kann man eindeutig Zeit sparen, wenn man den jeweiligen Fondsmanagern vertraut.

Dennoch sollte man als Verbraucher prüfen, ob die Anlagekriterien, die bei dem jeweiligen Nachhaltigkeitsfonds angewendet werden, den eigenen Vorstellung von sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit entsprechen. Die Stempel „nachhaltig“, „ökologisch“, „sozial“ und „ethisch“ können schnell vielen unterschiedlichen Finanzprodukten aufgedrückt werden. Ob diese eine solche Auszeichnung allerdings wirklich verdienen, ist hiermit noch längst nicht gesagt.

Risiken von Fonds

Natürlich weisen auch Fonds Risiken auf – ganz unabhängig davon, ob es sich um Fonds handelt, die nur klassische Werte aufnehmen oder um Nachhaltigkeitsfonds. Aus diesem Grund gehen wir im Folgenden allgemein auf die Risiken von Fonds ein.

Das Risiko, welches mit Investitionen in Fonds einhergeht, steigt an, wenn der Fonds einen großen Aktienanteil aufweist. Aktien sind mitunter hohen Kursschwankungen unterworfen, sodass sich ihr Wert sehr schnell und stark verringern kann. Mit diesem Risikoanstieg ist aber auch ein Anstieg der Renditechancen verbunden.

Das Risiko von Aktienfonds steigt zudem wiederum, wenn viele neue Werte, deren Entwicklung noch im Dunkeln liegt, Eingang in den Fonds finden. Große Werte, die alteingesessen sind, können Stabilität bringen, obwohl natürlich auch bei ihnen ein Werteinbruch nicht ausgeschlossen ist. Am höchsten sind Risiko und Renditechancen dann, wenn sich der Anleger für sogenannte Hedge Fonds entschließt. Hier werden höchst spekulative Anlagestrategien verfolgt, die sowohl zu großen Verlusten als auch zu großen Gewinnen führen können.

Auf der anderen Seite gibt es aber auch Fonds, die weniger risikoreich angelegt sind: Solche Fonds bedienen sich sicherer Werte wie Rentenpapiere etc., um Stabilität zu erreichen. Natürlich geht diese höhere Sicherheit aber auf die Kosten der Renditechancen.

Wird durch eine Beteiligung an einem Fonds in mehrere Werte investiert, wird das Risiko gestreut. In einen Fonds zu investieren, kann also weniger risikoreich sein, als in einen einzelnen Aktienwert zu investieren. Sind die Werte, in die mittels eines Fonds investiert wird, sich aber sehr ähnlich – da sie zum Beispiel alle aus einem Wirtschaftsbereich stammen – kann das Risiko auch recht hoch sein. Würde der besagte Wirtschaftsbereich in eine Krise geraten, wäre es sehr wahrscheinlich, dass auch der Fonds, der auf diesen Bereich setzt, in Mitleidenschaft gezogen wird.