Mikrofinanzfonds

Eine Besonderheit unter den nachhaltigen Fonds stellen sogenannte Mikrofinanzfonds dar. Sie unterscheiden sich ganz wesentlich von den gängigen Nachhaltigkeitsfonds und Themenfonds, denen wir auf dem Kapitalmarkt begegnen. Investiert wird hier nämlich nicht in große Unternehmen, sondern vielmehr in Menschen und in deren Zukunft. Insbesondere der sozialen Nachhaltigkeit wird hiermit eine besondere Bedeutung beigemessen – Mikrofinanzfonds ermöglichen es nämlich, bedürftige Menschen zu fördern.

Sozialer Nutzen von Mikrofinanzfonds

Mikrofinanzfonds haben einen sozialen Nutzen – das Kapital, welches in diesen Fonds gesammelt wird, wird in Form vieler Klein- und Kleinstkredite an Menschen in schwierigen Lebenssituationen weitergegeben. Zumeist handelt es sich hierbei um Menschen aus der Dritten Welt. Diese können sich mit dem Kapital eine eigene wirtschaftliche Existenz aufbauen und auf diese Weise langsam aber sicher ihren Lebensunterhalt eigenständig bestreiten. Bisherige Erfahrungen mit diesem Fondsmodell haben gezeigt, dass die guten Taten nicht zwangsläufig einhergehen müssen mit schlechten Renditen.

Ganz im Gegenteil kann in vielen Fällen von Erfolgen berichtet werden: Durch Kleinstkredite konnten bereits zahlreiche Existenzen gegründet werden. Die Gründer selbst sind häufig zuverlässige Kreditnehmer, die durch ihren wirtschaftlichen Erfolg dazu in die Lage versetzt werden, die Kredite zurückzubezahlen.

Auf dem normalen Markt haben viele von Armut bedrohte Menschen keine Chance, einen Kredit bewilligt zu bekommen: Sie verfügen nicht über Sicherheiten und wenn sie doch einen Kredit bekommen können, dann in aller Regel nur zu solch schlechten Konditionen, dass ein wirtschaftlicher Erfolg oft schon im vorhinein verhindert wird. Alleine schon aus diesem Grund wissen die Kreditnehmer die Chance, welche ihnen durch Mikrokredite gegeben wird, zu schätzen. Die Verpflichtung zur Rückzahlung wird daher oft auch entsprechend ernst genommen.

Mikrofinanzfonds – auch Investoren können profitieren

Durch Mikrofinanzfonds kann also Hilfe zur Selbsthilfe geleistet werden – und das ohne, dass auf eine Rendite zwangsläufig verzichtet werden muss. Anleger können mit der Investition in Mikrofinanzfonds also gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Sie erhalten das gute Gewissen, ihr Geld sinnvoll angelegt zu haben und können hierdurch auch ihre Erträge ohne Reue genießen. Wer in Mikrofinanzfonds investieren möchte, sollte aber natürlich auch beachten, dass auch diese Anlageform mit einem gewissen Risiko behaftet ist. Dieses kann allerdings als recht überschaubar angesehen werden: Natürlich besteht die Möglichkeit, dass Kredite nicht zurückbezahlt werden. Da die Kredite aber stets recht kleine Volumina haben, wirken sich einzelne Ausfälle nicht zwangsläufig erheblich auf die Rendite aus.