HolzinvestmentsAuch Holzinvestments genießen zum Teil den Ruf, nachhaltige Investmentbereiche zu sein. Das Prinzip, welches hinter Holzinvestments steckt, ist relativ einfach erklärt: Anleger erwerben direkt oder per Beteiligung an einem Fonds Anteile an einer Holzplantage. Die Nachfrage nach diesem Rohstoff ist groß und kann nur durch gezielte Anpflanzung befriedigt werden. Der Anleger soll von dem Erlös, welcher nach jahrelanger Aufzucht und Pflege für die Bäume erzielt wird, profitieren. In welcher konkreten Hinsicht können Holzinvestments aber ökologisch, sozial und ökonomisch sein? Die ökologische Dimension des HolzinvestmentsDurch Holzinvestments können mitunter ökologische Kriterien verfolgt werden: Während der Wald wächst, bindet er das schädliche Kohlenstoffdioxid, welches wesentlich für die aktuellen Klimawandlungen verantwortlich ist. Zudem wird die Nachfrage nach tropischen Hölzern (zumindest zu einem Teil) befriedigt, sodass der weiteren Abholzung natürlich gewachsener Wälder in einem gewissen Grad gegengesteuert werden kann. Dennoch sind Holzinvestments aus ökologischer Perspektive nicht unumstritten. So wird oft betont, dass ein gewisses Risiko vorhanden ist, wenn Holzinvestments überhandnehmen: Monokulturen können entstehen. Diese verdrängen andere einheimische Pflanzen und auch Tiere, womit auch die Artenvielfalt gefährdet wäre. Um diesem Effekt entgegen zu wirken, errichten manche Projekte Schutzzonen in der Anbaufläche, die als Lebensraum für einheimische Tiere und Pflanzen dienen sollen. Ob der ökologischen Verantwortung damit Genüge geleistet ist, bleibt fraglich. Die soziale Dimension des HolzinvestmentsHolzanbauprojekte sind häufig in ärmeren Regionen der Welt angesiedelt – hier dienen sie nicht selten auch der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung, indem sie auch für die einheimische Bevölkerung Arbeitsplätze bereitstellen. Besonders nachhaltig ist es, wenn zugleich auch Ausbildungsmöglichkeiten und somit Zukunftsperspektiven jenseits einer gering qualifizierten Beschäftigung eröffnet werden. Darüber hinaus fördern manche Projekte zudem soziale Projekte vor Ort. Nicht jedes Holzinvestment muss aber zwingend auch sozialen oder ökologischen Kriterien einen wichtigen Stellenwert einräumen – möchte man durch die Investition in Holz sowohl der Gesellschaft als auch der Umwelt etwas Gutes tun, sollte man sich gut über die einzelnen Projekte informieren. Die ökonomische Dimension des HolzinvestmentsWer in Holz gewinnbringend investieren möchte, muss in der Regel das Kapital langfristig anlegen. Die Chancen, dass eine ansehnliche Rendite im wahrsten Sinne des Wortes erwächst, sind groß – genauso groß ist aber auch das Risiko, welches mit diesem Investmentbereich einhergeht. Holzinvestments werden daher nicht selten als spekulativ eingestuft – ein Grund hierfür ist sicherlich auch, dass noch nicht ausreichend Erfahrungen mit diesem recht neuen Investmentbereich vorliegen. |
