Anlageformen
Im Folgenden möchten wir Ihnen gerne unterschiedliche grüne und ethische Finanzprodukte vorstellen. Hierzu zählen Förderkonten, Sparkonten, Nachhaltigkeitsfonds, Themenfonds, Direktbeteiligung und grüne Rentenversicherungen. Vorab sei an dieser Stelle allerdings allgemein auf Unterschiede hinsichtlich der Nachhaltigkeitsreichweite, des Risikos, der Rendite und der Liquidität der einzelnen Finanzprodukte hingewiesen.
Unterschiede in der Nachhaltigkeitsreichweite
Nachhaltigkeit kann ein dehnbarer Begriff sein. Wie nachhaltig ethisch, sozial und ökologisch ein Finanzprodukt schlussendlich tatsächlich ist, hängt weniger von der Art des Finanzprodukts selbst ab als vielmehr von den Anlagekriterien, die bei der Auswahl der Finanzprodukte Geltung besitzen. Eine Ausnahme muss hierbei eventuell lediglich in Sachen Förderkonto gemacht werden: Fraglich ist hier, ob diese Anlageform weitreichende Einflussmöglichkeiten besitzt.
Primär ausschlaggebend ist aber, welche Kriterien man bei seiner Geldanlage berücksichtigen möchte und wie in den einzelnen Fällen soziale, ethische und ökologische Nachhaltigkeit definiert wird. In diesem Sinne kann die Geldanlage nach persönlichen Standards gestaltet werden.
Unterschiede hinsichtlich Risiko, Rendite und Liquidität
Genauso wie konservative Finanzprodukte auch, unterscheiden sich die einzelnen Geldanlageoptionen auch im ökologischen und ethischen Bereich hinsichtlich ihres Risikos, ihrer Rendite und des Grades an Liquidität, der mit ihnen einhergeht. Bezieht man sich allerdings auf eine Produktkategorie – etwa auf Fonds oder auf Aktien – gibt es im Allgemeinen im Hinblick auf Risiko, Rendite und Liquidität keine spezifischen Unterschiede zwischen traditionellen Geldanlagen einerseits und ökologischen, ethischen, sozialen Geldanlagen andererseits.
Dies liegt daran, dass die Form, welche die Größen Risiko, Rendite und Liquidität bestimmt, bei beiden Varianten die Gleiche ist – Unterschiede gibt es im Grunde nur in Hinblick darauf, in welche Werte investiert wird. Betreibt man die Finanzproduktauswahl klassisch, zählt je nach Anlegertypus primär Sicherheit oder Rendite oder Liquidität. Genauso verhält es sich auch bei ökologisch, ethisch und sozial nachhaltigen Finanzprodukten – mit dem entscheidenden Unterschied, dass hier eben zusätzlich die ökologische, ethische und soziale Nachhaltigkeit der Produkte zählt. |