GLS Bank

Auch die GLS Bank ist ein Kreditinstitut, welches ökonomische Ziele mit ökologischen, ethischen und sozialen verbinden möchte. Das Kürzel GLS im Namen dieser alternativen
Bank steht für „Gemeinschaftsbank für Leihen und Schenken“. Anfang der 70er Jahre wurde die GLS Bank gegründet und ist somit die erste Bank, die sich ökologischen und ethischen Investments verschrieben hat. Seitdem werden die Gelder, welche die Kunden bei dieser alternativen Bank anlegen, in ökologische, kulturelle und soziale Projekte und Unternehmen investiert.

Anlagekriterien der GLS-Bank

Wie man auf den Internetseiten der GLS-Bank erfahren kann, arbeitet diese alternative Bank mit Ausschlusskriterien. Laut diesen Kriterien investiert die Bank nicht in Unternehmen und Projekte, die mit folgenden Bereichen in Verbindung stehen: Atomenergie, Embryonenforschung, Pornografie, Tabak, Alkohol, Biozide, grüne Gentechnik, Nichteinhaltung von Arbeitsrechten, Tierversuche, Kinderarbeit, Rüstung, kontroverses Umwelt- und Wirtschaftsverhalten, Vernachlässigung von Menschenrechten, chlororganische Massenproduktion. Vergleicht man diese Liste an Ausschlusskriterien mit denen der Ethikbank, fällt auf, dass die GLS Bank mehr Produkte und Unternehmungen von vornherein ausschließt. Gerade die Einbeziehung eines solch emotional aufgeladenen Themas wie Tierversuche zeigt, dass sich die GLS Bank mit den Wünschen der Anleger auseinandersetzt.

Transparenz

Wie manche andere Banken auch, die sich im ökologischen, sozialen und ethischen Bereich betätigen, legt auch die GLS Bank Wert darauf, ihren Kunden Transparenz bieten zu können. Der Grund, warum Transparenz nicht nur von der GLS Bank, sondern auch von anderen alternativen Banken so hoch eingeschätzt wird, liegt auf der Hand: Die Anleger, die sich für eine alternative Bank entscheiden, möchten verantwortungsbewusst und nachhaltig investieren. Damit der Verbraucher sich selbst ein Bild davon machen kann, ob alternative Banken nach Maßstäben handeln, die den eigenen ähneln, muss ihm die Möglichkeit gegeben werden, Einsicht in die Arbeit der Bank zu gewinnen. Die GLS Bank wird diesem Anspruch dadurch gerecht, indem sie eine Kundenzeitschrift herausgibt. In dieser Zeitschriftwerden Finanzierungen veröffentlicht, Projekte vorgestellt und vieles weitere mehr. Zusätzlich kann man auf den Internetseiten der GLS Bank Projektbeispiele einsehen.

Im Vergleich zur Ethikbank wirkt diese Art der Transparenzherstellung doch ein wenig umständlich. Das Angebot der Ethikbank, die Anlagen im Internet einsehen zu können, ist wohl bei Weitem bequemer. Zudem muss das Magazin der GLS Bank, welches dreimal im Jahr erscheint, abboniert werden: 12 Euro muss der interessierte Anleger dafür im Jahr ausgeben. Dies ist aber sicherlich kein Kriterium bei der Entscheidung für oder gegen die GLS Bank.