FörderkontenFörderkonten stellen eine Besonderheit dar – solche Konten gibt es nur im Zusammenhang mit einem ethischen, sozialen oder ökologischen Background. Sie gehören aber nicht in das klassische Portfolio nicht-alternativer Banken. Funktionsweise eines FörderkontosWie auch bei klassischen Sparkonten wird das Guthaben, welches der Anleger auf sein Konto transferiert, verzinst. Der Clou bei einem Förderkonto ist allerdings, dass ein Bruchteil dieser Verzinsung nicht an den Anleger ausbezahlt, sondern einbehalten wird. Dieser Anteil an den erwirtschafteten Zinsen wird von der betreuenden Bank an Projekte weitergegeben, die einen ethischen, sozialen oder ökologischen Nutzen haben. Bei manchen Förderkontomodellen kann der Anleger selbst bestimmen, wie hoch der Anteil der Zinsen sein soll, die gespendet werden. Bei anderen ist der Zinsanteil, der ökologischen oder sozialen Projekten zukommen soll, festgesetzt oder aber nur dann variabel, wenn sich Änderungen in der generellen Verzinsung ergeben. Bei Förderkonten wird von dem Anleger – im Gegensatz zu anderen ökologisch, sozial und ethisch nachhaltigen Anlagen – also bewusst eine niedrigere Rendite in Kauf genommen. Somit sind Förderkonten – hebt man auf ihre Konzeption ab – die einzigen ökologischen, sozialen und ethischen Anlagen, die von vornherein eine niedrigere Rendite in Kauf nehmen. Im Grunde handelt es sich bei der Unterhaltung eines Förderkontos also um eine spezielle Art der Spende. Dieses Modell hat zwar sein Gutes, sicherlich geht ein Förderkonto manchen Personen, die ökologisch, sozial und ethisch nachhaltig handeln möchten, aber nicht weit genug. Ein Förderkonto trägt zwar dazu bei, dass bestimmte Projekte gefördert werden, ein Eindringen des Nachhaltigkeitsgedankens in die breite Wirtschaft und somit in alle Branchen wird hiermit aber wohl weniger etabliert. Transparenz eines FörderkontosAlternative Banken, die Förderkonten anbieten, setzen in aller Regel viel Wert auf Transparenz. Die Projekte, die mit den Zinsspenden finanziert werden, werden dem Anleger häufig vorgestellt, um Worte mit fassbaren Inhalten zu füllen. Dass der Zinsanteil auch wirklich gespendet wird und nicht bei der Bank verbleibt, überprüfen Wirtschaftsprüfer. Vom Förderkonto zur umfassenden ethischen und ökologischen GeldanlageDas Modell des Förderkontos ist im Grunde der erste Ansatz, der versucht, durch Geldanlagen ethischen, sozialen und ökologischen Nutzen zu erbringen. Wie oben bereits erwähnt, vermag das Förderkonto dieses nur in einem begrenzten Kontext. Die Förderbeiträge tragen in gewisser Weise die Charakteristika von Spenden und verbinden aus diesem Grund nicht in idealer Weise ökologische, ethische und soziale Belange mit einer Rendite. Auch kann man diskutieren, wie es bei Spenden um die Nachhaltigkeit des sozialen, ökologischen und ethischen Nutzens gestellt ist. Weitergedacht bringt uns der Gedanke, in Nachhaltigkeit zu investieren, zu anderen Finanzprodukten, die keine Abstriche hinsichtlich der Rendite machen und dennoch einen Einfluss auf die Etablierung des Nachhaltigkeitsgedankens haben. Zu diesen Finanzprodukten zählen insbesondere Sparkonten, Nachhaltigkeitsfonds, Themenfonds, Direktbeteiligung und grüne Rentenversicherungen. All diese Finanzprodukte, mit denen sich in Nachhaltigkeit investieren lässt, möchten wir Ihnen in den folgenden Menüpunkten vorstellen.
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