Direkte BeteiligungenAktien, Fonds und Co. lassen immer nur eine abgeschwächte Teilhabe an einzelnen Unternehmen und Werten zu. Direktbeteiligungen hingegen gehen im Grunde einen Schritt weiter: Hier wird der Anleger tatsächlich und viel unmittelbarer zu einem Miteigentümer des Unternehmens. Direktbeteiligungen sprechen viele Verbraucher besonders deshalb an, da sie im Zuge solcher Geldanlagen bestimmte Projekte und Unternehmen auch direkt fördern können: Sie sehen, was mit ihrem Geld geschieht und können in einem gewissen Grad – zum Beispiel als Gesellschafter – Einfluss auf geschäftliche Entwicklungen nehmen. Ein hoher Grad an Transparenz kann auf diese Art und Weise für den Anleger erreicht werden. Sie wissen, ob ihr Geld tatsächlich ökologische und soziale Nachhaltigkeit fördert. Dennoch muss man bei direkten Beteiligungen eine gewisse Vorsicht walten lassen: Ausführliche Recherche und Sorgfalt sind bei der Auswahl oberste Pflicht. Pflicht zum Recherche und zur SorgfaltWer in Form von Direktbeteiligungen ethisch, sozial oder ökologisch nachhaltige Unternehmen und Projekte fördern möchte, sieht sich einem gewissen Aufwand gegenübergestellt. Da Direktbeteiligungen immer auch mit einem nicht vernachlässigbaren Risiko verbunden sind, müssen vor einer Entscheidungen viele Informationen eingeholt werden. Als wie aussichtsreich ein Unternehmen oder Projekt dabei wahrgenommen wird, liegt leider nicht selten im Auge des Betrachters und ist abhängig von individuellen Kriterien, Erwartungen und individuellem Engagement. Außer Frage steht, dass Direktbeteiligungen für die Unternehmen, die sie empfangen, vorteilhaft sind. Sie werden auf diesem Weg direkt und zumeist auch sehr langfristig gefördert. Diese Unterstützung erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass das Unternehmen wachsen und erfolgreich werden kann. Risiko direkter BeteiligungenAuch Direktbeteiligungen sind natürlich mit einem gewissen Risiko verbunden: Hier wird das Anlagerisiko nicht gestreut. Sollte das Unternehmen nicht die wirtschaftlichen Erfolge einfahren können, mit denen man im Vorfeld gerechnet hat, fällt die Rendite kleiner aus oder entfällt gänzlich. Umgekehrt können aber auch alle Gewinnerwartungen überrundet und eine ansehnliche Rendite erwirtschaftet werden. Die Entscheidung, in ein Unternehmen direkt zu investieren, muss immer von vielen Punkten abhängig gemacht werden – weitere pauschale Aussagen über das Risiko und die Rendite direkter Beteiligungen können daher nur schwer gemacht werden. Die individuellen Rahmenbedingungen entscheiden, wie sich beide Bereiche entwickeln können. Dass es dabei – unabhängig davon, ob ethische und ökologische Belange gefördert werden oder nicht – immer auch zu unangenehmen Überraschungen kommen kann, sollten Anleger im Vorfeld wissen. |
